Rückblick auf das Ankerpunkt-Treffen im HAUS –
Ein Tag des Austauschs, der Einblicke und der kleinen Überraschungen
Am Montag, den 17. November, fand bei uns im HAUS das Ankerpunkt-Treffen statt. Rund 30 Gäste aus verschiedenen Regionen Brandenburgs machten sich auf den Weg zu uns – vor allem die Ankerkoordinator*innen der Einrichtungen, mit denen wir bereits seit Längerem im Austausch stehen. Dennoch gab es einige neue Gesichter, was das Treffen angenehm bereicherte und für frischen Input sorgte.
Unter den vertretenen Ankerpunkten waren u.A. der Museumsverein Altranft e.V., das Traumschüff Theater, das Heimatmuseum Dissen, Dorfkunst 15518, das Kanaltheater Eberswalde, die havelländischen Musikfestspiele der POPAnker in Herzberg sowie das Kulturensemble Reckahn. Jeder Ankerpunkt brachte eigene Perspektiven mit und es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Wege sind, Kultur in ihren jeweiligen Orten zu gestalten.
Wie bei diesen Treffen üblich, war auch Frau Brigitte Faber-Schmidt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur vor Ort, begleitet von Dr. Sarah Zalfen und Jennifer Rüde. Gemeinsam mit ihnen und den Ankerpunkt-Vertreter*innen konnten wir auf vielfältige Weise zeigen, was bei uns im HAUS passiert, welche Themen uns aktuell beschäftigen und welche Entwicklungen wir in den letzten Monaten angestoßen haben.
Ein Rundgang durchs HAUS – Türen öffnen, Geschichten teilen
Im Rahmen einer kleinen Hausführung boten wir unseren Gästen Einblicke in die verschiedenen Bereiche unserer Arbeit. Neben einer kurzen PowerPoint zeigten wir Ausschnitte aus den aktuellen Proben des HAUS-Theaters und nahmen die Gruppe mit auf eine kurze Reise in die Vergangenheit unseres Gebäudes, Alice Peterhansl hat uns mit der Präsentation eines Tagebucheintrags in die Sichtweise eines Gastes bei uns im Kulturzentrum mitgenommen.
Besonders charmant wurde der Rundgang durch eine spontane Beobachtung einer Besucherin, die sagte: „Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Adventskalender – hinter jeder Tür wartet etwas Neues.“ Und tatsächlich: Ob Theater, Vereinsarbeit, historische Spuren oder ein Einblick in die Abläufe des Alltags – jede Station zeigte eine andere Facette unseres Hauses.
Das Ministerium beschrieb das Treffen später als „herrliches Netzwerktreffen“ und „umfassend gelungenen Termin“. Dieses Feedback hat uns sehr gefreut und spiegelt die entspannte, konzentrierte und insgesamt sehr konstruktive Atmosphäre des Tages gut wider.
Workshops am Nachmittag – Raum für Fragen und Austausch
Nach einer Mittagspause ging es mit zwei Workshops weiter.
Im ersten Workshop, gemeinsam mit Andrea Schütze und ihrem Nachfolger Christian Schendel, sprachen wir über Kommunalverwaltung, Sichtbarkeit von Kulturarbeit und die Frage, wie wir als Kulturschaffende besser vermitteln können, was wir tun und warum es wichtig ist. Dabei wurde deutlich, wie viel Übersetzungsarbeit Kulturakteur*innen täglich leisten – und wie wertvoll klare Kommunikationswege zur Verwaltung sind.
Der zweite Workshop widmete sich kommunalpolitischen Fragestellungen: Wie argumentieren wir für Kultur? Wie erreichen wir Entscheidungsträger*innen? Und welche Wege gibt es, um unsere Anliegen lokal gut zu platzieren? Hier entstanden besonders lebendige Diskussionen. Nicht alles war neu, aber vieles brachte Klarheit, vertiefte bekannte Themen und setzte neue Denkanstöße. Ein paar frische Kontakte konnten entstehen – und bestehende Netzwerke wurden weiter gestärkt.
Gerade für Ankerpunkte ohne direkten Draht zu Verwaltung oder Politik war dieser Austausch sehr wertvoll. Man spürte deutlich, wie wichtig solche Treffen sind, um voneinander zu lernen und einander in der eigenen Arbeit zu unterstützen.
Insgesamt blicken wir auf einen sehr gelungenen Tag zurück –
geprägt von offenen Gesprächen, gegenseitigem Interesse und dem Gefühl, gemeinsam an einem großen kulturellen Netz mitzustricken. Die Verbundenheit zwischen den Ankerpunkten wurde spürbar gestärkt, und wir nehmen selbst viele Eindrücke und Impulse aus dem Treffen mit.
Wir freuen uns auf das nächste Ankerpunkttreffen – diesmal wieder bei einem anderen Ankerpunkt. Wo genau, steht noch nicht fest, aber gerade das macht es immer spannend: neue Orte zu entdecken, bekannte Gesichter wiederzutreffen und Einblicke in andere Häuser und Arbeitsweisen zu gewinnen.
